Jeder Bauinteressent weiß, dass der Eigenheim-Hausbau mit Kosten verbunden ist. Nur wenige haben das notwendige Kapital auf dem Sparkonto und müssen sich einen Teil der Hausbau-Kosten bei einer Bank leihen. Bevor eine Baufinanzierung zugesagt wird, prüfen die Banken die Bonität des Bauinteressenten und geben nur bei positiver Aussicht einen Baukredit. Kommt es zur Absage durch die Banken, bleibt es erst einmal bei dem Traum
vom Eigenheim.
Das Mietkaufkonzept soll nun für Hausbau-Interessenten mit einer Finanzierungsabsage die Lösung sein? Faktisch richtet sich das Konzept an Personen, die sich (noch) keinen Baukredit leisten können und die demzufolge noch Eigenkapital ansparen sollten. Nach den Werbeaussagen der Mietkauf-Anbieter soll also das Haus bauen auch ohne ausreichende Finanzierungsdecke möglich sein.
Man bezahle Miete für das Traumhaus und wird dann nach einigen Jahren dessen Besitzer. Das mag verlockend klingen und ist den Prospekten der Mietkauf-Anbieter auch schön beschrieben, aber schon die Auswahl der Zielgruppe, nämlich junge Familien ohne oder mit geringem Eigenkapital und Selbstständige, lässt Zweifel aufkommen. Beides sind Personenkreise, die ziemlich schwierig eine Baufinanzierung bekommen. Für diese Personen heißt nun also das Zauberwort "MIETKAUF"? Man baut ohne Eigenkapital und ohne Schulden ein Eigenheim?
Das Mietkauf-Konzept sieht vor, dass der künftige Hausbesitzer für sein Eigenheim statt einer Baufinanzierung Miete zahlt und erst nach 20 Jahren den Kaufpreis aufbringen muss. Beim zu zahlenden (Rest)Kaufpreis wird dann ein Teil der gezahlten Miete angerechnet.
Also schließt man als "Käufer" zunächst einen Mietvertrag für die Immobilie ab, um seinem Vermieter gleichzeitig in Form eines notariellen Kaufvertragsangebots zu versichern,
die bewohnte Immobilie zu einem festgesetzten Termin, zum festgelegten Preis zu erwerben. Der Vermieter, also der Anbieter des Mietkaufkonzepts, geht davon aus, dass Sie als Mieter
während der Mietzeit Eigenkapital bilden, um das Kaufvertragsangebot auslösen zu können.
Also: Einziehen, wohnen und irgendwann mal zahlen? Es klingt einfach, ist meines Erachtens aber ein eher riskantes Geschäft im Vergleich zur Baufinanzierung.
Die Zinsen für eine klassische Baufinanzierung sind günstig und der Gedanke, ohne Kreditbelastung günstig ein Eigenheim "finanzieren" zu können, ist eher Augenwischerei.
Egal wie gut die Rechentricks der Mietkaufgesellschaften sein mögen, der Mietkauf ist ein Minusgeschäft.
Fakt ist, dass der angebliche "Mietkauf-Eigenheim-Besitzer" kein Besitzer ist, denn
er hat das Objekt lediglich gemietet, was ihm ja der Blick ins Grundbuch auch jederzeit bestätigen kann . Beim Mietkauf liest man in den Verträgen oft, dass der Mieter bis zum Eigentumsübergang auch die Kosten für die Werterhaltung tragen muss.
Komisch, denn als Mieter ginge mich die Werterhaltung der Immobilie doch eigentlich gar nichts an, und wenn irgendwelche Reparaturkosten ein bestimmtes Maß überschreiten, übernimmt diese mein Vermieter.
Noch fragwürdiger wird es unter dem Gesichtspunkt, dass diese Kosten wahrscheinlich im fixierten Kaufpreis nicht berücksichtigt sind und werden.
Fakt also ist:
Wer seinen Traum vom eigenen Haus mangels Eigenkapital nicht finanzieren kann, dem wird es als Mieter in der Mietkauf-Konstellation nicht leichter fallen Eigenkapital zu bilden.
Die tatsächliche Entschuldung für das Eigenheim wird um viele wertvolle Jahre nach hinten verschoben.
Fazit:
In der Webung suggeriert Miet-Kauf, man könne ohne Eigenkaptal und ohne Schulden eine Immobilie kaufen oder ein Haus bauen. Es mag sein das sich dieses Modell für viele rechnet, jedoch wahrscheinlich weniger für den Verbraucher, der dieses Angebot nutzt. Wer ein Haus bauen oder eine Immobilie kaufen möchte, sollte möglichst 20 bis 30 Prozent Eigenkapital zur Verfügung haben und bei einer Bank einen Baukredit aufnehmen. Die Anforderungen, die an einen Baukredit gestellt werden, sind dabei von den unterschiedlichsten Faktoren abhängig.
Für den Einen lohnt sich das Kaufen oder Bauen, andere fahren mit dem Miete besser, zumindest bis das notwendige Eigenkapital angespart ist. Hier können Sie berechnen, wobei Sie besser fahren:
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Bei der Finanzierung sollten Sie kein Risiko eingehen und Sie leben mit Sicherheit angenehmer zur Miete, als mit einer unsoliden Finanzierung in einem Haus oder einer Wohnung.
Es ist sicher schön, in einer eigenen Immobilie zu wohnen. Immobilieneigentum steht für Freiheit, Wohlstand und Unabhängigkeit. Auf den Prospekten der Hausanbieter und Immobilienverkäufer finden Sie natürlich immer nur fröhliche und glückliche Menschen.
Jedoch sind Sie erst frei und unabhängig, wenn Ihr Haus oder Ihre Immobilie solide finanziert ist. Es muss Ihnen also viel daran liegen eine nachhaltige Baufinanzierung zu haben, um die erwünschte Lebensqualität im eigenen Heim auch zu erreichen.
Solange Sie kein Eigenkapital haben, benötigen Sie eher eine Beratung zur Geldanlage, als eine für die Finanzierung.
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Miet-Kauf - klingt gut ? Oder klingt es nicht schon eher unlogisch:
"Haus bauen oder Immobilie kaufen ohne Schulden auch bei niedrigem Einkommen"
"Junge Familien ins Eigenheim ohne Banken und ohne Kreditauskunft bei der Schufa"
Ich finde das ist unlogisch, insbesondere wenn ich mir verinnerliche, dass selbst bei einem Handyvertrag eine Schufaauskunft eingeholt wird.
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